viel erlebt - von der graduierung bis zum willow-kongress und noch weiter - news vom 14.11.2006

mein freund und bruder markus hat seinen letzten blog-eintrag wie folgt eingeleitet: "poste nie über eine begebenheit, die länger als 24 stunden her ist..."

ich bin jetzt mal so frei und setze mich ganz dreist über diese regel hinweg. ich fange nämlich bei einer begebenheit an, die schon mehr als anderthalb wochen her ist: bei der

graduierungsfeier.

wir schreiben freitag, den 03.11.2006 - eine echte weltreise steht bevor. rund 770 km gen süden wird es gehen, genauer gesagt auf den chrischonaberg bei basel. dankbarerweise holen mich malte und sinika ab, sodass ich zum einen nicht mein altes auto quälen muss und zum anderen mal ganz entspannt als beifahrer im fond des von papa brinkmann geliehenen passats platz nehmen kann. das hat auch den vorteil, dass ich während der etwa sechseinhalbstündigen fahrt noch ein bisschen dienstlich werden und den impulstag am sonntag vorbereiten kann.

wir kommen so gegen 16.30 in der schweiz an. die fahrt ist gut und reibungslos gelaufen. wir haben uns echt nett unterhalten und auch dienstlich gesehen habe ich ein bisschen was geschafft. nach dem einchecken in das "haus zu den bergen" (hzb??? kommt das einem taborianer nicht irgendwie bekannt vor...???) gibt es erst mal eine ausführliche führung über das chrischona-gelände. interessant dabei ist, wie viele parallelen es dabei in der geschichte der chrischona-pilgermission und der des dgd gibt ...

nach einem steh-buffet geht es dann abends an den akt der graduierung. der erste teil ist schwerpunktmäßig von dem theologischen vortrag von lothar käser mit dem verheißungsvollen titel "täter oder wohltäter? der beitrag des missionars zur entwicklung von nichtchristlichen gesellschaften und kulturen." geprägt. so interessant der vortrag auch ist - irgendwie haben wir vieles von dem, was herr käser in diesem vortrag sagte, schon im studium gehört und irgendwie passte der vortrag nicht wirklich in das setting. da fand ich den vortrag von reiner riessner zur graduierung 2004 noch wesentlich angebrachter. damals hieß der vortrag: "am praktischsten ist immer noch eine gründliche exegese" - oder so ähnlich. dabei baute er aber auch den anlass der veranstaltung - die graduierung - und auch die hauptpersonen des abends - die graduierenden - in seinen vortrag mit ein. das habe ich - und nicht nur ich - an unserer graduierung vermisst. auch für die gäste, die mit theologie nichts am hut haben, ist es ein äußerst unbarmherziger vortrag...

nach der pause geht es dann an die graduierung - der wirkliche höhepunkt des abends. das geistliche wort kommt von dr. paul kleiner und geht über das thema "reiche bettler". in diesen letzten worten von martin luther (fürwahr, wir sind alle bettler) können gerade wir pivds uns schon deutlich mehr wiederfinden,

dann folgt die zeugnisübergabe (bruder heiko hat sogar mit auszeichnung den first class geschafft!!) und eine ausführliche foto-session, die hier teilweise begutachtet werden kann.


sehr cool finde ich auch, dass meine eltern und mein onkel john diese weite reise auf sich genommen haben, um meiner graduierung beizuwohnen.

am samstag so gegen 11 uhr geht es dann die 770km zurück. wir merken deutlich, dass wir doch ziemlich geschafft sind von der reise, aber dennoch schaffe ich es, die vorbereitungen abzuschließen für den

impulstag

der impulstag war das große revival von bhadrachalam. meine aufgabe war, mit einem fitten team das kinderprogramm an dieser gemeinschaftskonferenz des ogv zu gestalten. im vorfeld haben wir dabei entschieden, den auszug aus ägypten nachzuerleben und dabei ausschnitte aus dem film "der prinz von ägypten" zu zeigen - im grunde vom programm her also ein remake des jungschartags 2002 des ohofer gemeinschaftsverbandes (ebenfalls ogv ).

bei der abholung der kinder aus dem hauptprogramm der eltern sind wir mitarbeiter als israeliten verkleidet dann auf die bühne gekommen. ich habe bei der begrüßung nur hebräisch gesprochen (zum glück war keiner da, der wirklich hebräisch konnte...) und dann haben wir das begrüßungs-bewegungslied "aramsamsam" mit der ganzen gesellschaft durchexerziert. sie haben tatsächlich so ziemlich alle mitgemacht. auf diese begrüßung haben wir dann in der mittagspause vielfach ein großes kompliment bekommen. ein elternpaar kam sogar zu mir und sagte, dass ihre tochter eigentlich gar nicht zum kinderprogramm wollte. nach dieser begrüßung wollte sie dann aber doch ... da zeigt es sich mal wieder, wie sehr Gott durch ein gutes, kreatives team wirken kann...

das programm lief dann auch gut und reibungslos. das theaterstück ging gut vonstatten, die technik spielte auch mit und die rund 100 kinder waren auch gut bei der sache.

Nachmittags ging es dann mit noch gut 50 kindern durch die wüste zum berg sinai. dort bauten wir ein goldenes kalb und bekamen von moses im wahrsten sinne des wortes die leviten gelesen.

alles in allem war der impulstag richtig gut. bhadrachalam es hat spaß gemacht, mit einem so fitten, engagierten und kreativen team zusammen zu arbeiten. auch wenn das wochenende recht stressig war.

Nach einer arbeitsreichen woche (ich hatte ja auch noch den Gottesdienst am 12.11. vorzubereiten) ging es dann am donnerstag nach bremen zum

willowcreek-kongress

um viertel vor sieben (morgens!) trafen wir uns bei eduard, um gemeinsam nach bremen aufzubrechen. wir kamen rechtzeitig zur startveranstaltung an. nähere berichte zum kongress findet ihr hier.

die vorträge waren ziemlich durchwachsen, aber alle an sich gut. höhepunkt war sicherlich der vortrag von michael herbst am donnerstag abend. er hat wirklich den kern auf den punkt getroffen. man hat gemerkt, dass er wirklich in der materie drinsteckt. er trifft punktgenaue analysen, bleibt aber nicht bei den analysen stehen, sondern zieht auch die konsequenzen aus den ergebnissen.

absolut witzig war auch jack groppelt am freitag. er war wirklich mitreißend und inspirierend zugleich. er erzählte von wildschweinen, die man im gebüsch vermutet und vor denen man dann angst hat, obwohl sie gar nicht da sind... allein sein vortragsstil war so cool, dass man einfach mitgerissen wurde.

gordon mcdonald hatte den seelsorgerlichen part des kongresses. auch dieser hat wieder einmal so richtig gut getan. er hat praktische tipps dafür gegeben, wie man als leiter auch im alltag überlebt. anhand des beispiels von aaron und mose hat er deutlich gemacht, wie wichtig es ist, sich wie mose ein zelt zu schaffen, in dass man sich zurück ziehen kann, um mit Gott zu reden und neue kraft zu tanken.

ich könnte noch unendlich viel mehr schreiben, aber das würde jetzt erst mal den rahmen sprengen. demnächst mehr auf der (bereits oben verlinkten) zusatzseite "MY WILLOW" .

okay, und zum guten abschluss (für die leute, die wirklich zeit zu haben scheinen und auch das hier noch lesen ):

der Gottesdienst am 12.11.

dieser Gottesdienst wurde vom weeneraner ec jugendkreis vorbereitet. thema war: "interessant - suchet der stadt bestes".dabei ging es um die stelle in jeremia 29, in der gott durch den propheten das volk auffordert, in der babylonischen gefangenschaft nicht den kopf in den sand zu stecken, sondern der stadt bestes zu suchen und erst einmal in babylon sesshaft zu werden. übertragen habe ich das ganze auf unsere heutige situation, wie wir andere menschen sehen. ob wir ein echtes interesse an ihnen haben, oder ob wir vielmehr nicht auf unterschiedlichkeiten herumreiten.

umrahmt wurde die predigt von einem witzigen theaterstück- einer szene an einer supermarktkasse, an der sehr häufig - auf verschiedene arten und weisen - das wort "interessant" benutzt wurde. es wurde viel gesungen und im vorfeld auch der saal neu dekoriert und auch die sitzordnung mal anders gestaltet. etliche haben diese sitzordung als wirklich gut und einladend empfunden. da gibt es sicherlich noch mal ordentliche diskussionen - schaun mer mal!

okay, jetzt war das aber auch genug an input - dann mal bis zum nächsten mal - seid gesegnet!

14.11.06 11:51

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Gerrit / Website (15.11.06 04:17)

eine echte weltreise steht bevor. rund 770 km gen süden wird es gehen


Hahaha.... lol... guter Witz!!!! Am kommenden Wochenende geht es nach Montreal. Das sind locker flockig mal 650km, und reicht mal so gerade, aus Ontario rauszukommen. Damit haben wir dann gut 10% Kanadas durchquert

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