die katze des gurus

ich lese gerade das buch "Gottes liebe feiern" von klaus douglas. er gibt in diesem buch gute anregungen, um Gottesdienste zu gestalten. zum thema "alteingesessene traditionen" erzaehlt er folgende geschichte, die uns waehrend des studiums in tabor unser dozent frank l. schon mal zum besten gab. ich finde sie sehr gut und nachdenkenswert:

jeden abend, wenn sich der guru zur andacht niederließ, pflegte die ashram-katze herumzustreunen und die beter abzulenken. also ließ er die katze waehrend des abendgottesdienstes draußen vor der tür anbinden. nach dem tode des gurus wurde die katze weiterhin waehrend des abendgottesdienstes angebunden. und als die katze schließlich starb, wurde eine andere katze zum ashram gebracht, so dass man sie ordnungsgemaeß waehrend des abendgottesdienstes anbinden konnte. jahrhunderte spaeter schrieben die schüler des gurus gelehrige abhandlungen darüber, welch wichtige rolle eine katze in jedem ordentlich gestalteten kult spiele. wer sich vor der katze nicht verbeugte, galt fortan als sünder. und wer immer es wagte, die bedeutung der katze für die rechte anbetung in frage zu stellen, wurde als ketzer verbrannt.

nichts gegen traditionen... aber wir müssen doch immer wieder hinterfragen: sind manche dinge, an die wir uns gewöhnt haben und die wir so furchtbar lieb gewonnen haben wirklich so von Gott gewollt und von Gott vorgesehen, oder sind es teilweise wirklich nur liebgewonnene braeuche, die eigentlich so gar nicht in der bibel stehen ... ?

31.10.06 18:56

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